Ein ehrbarer Beruf?

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Als am 20.12.2001 die rot-grüne Mehrheit des Bundestages das Prostitutionsgesetz beschloss, sollte eine Rechtssicherheit für Prostituierte bewirkt und ihre Arbeits- und Lebenssituation generell verbessert werden. Prostitution wurde damit als Dienstleistung und nicht länger als sittenwidrig definiert. Den SexarbeiterInnen wurde die Möglichkeit eingeräumt, ausstehendes Honorar persönlich und legal einzufordern. Außerdem bekamen sie die Möglichkeit, ihren Beruf als sozialversicherungs- und

Editorial

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Wie immer bringt auch dieses neue Jahr Neues – ein Wesenszug, wie’s scheint. So wird eure Gewerkschaftszeitung ihr Konzept etwas anreichern: Die Direkte Aktion lädt nun regelmäßig zu einer „Release-Veranstaltung“, die euch Gelegenheit gibt, eingehend mit AutorInnen und FAU-Mitgliedern zu diskutieren. Zunächst in Berlin, hoffentlich auch bald vielerorts. Das neue Jahr verspricht auch einige Volten und Pirouetten im

Der große Bruder schaut dich an

Datenschutz-Verletzung kein Einzelfall Anscheinend betrachten viele Unternehmensleitungen Datenschutz-Verletzungen zulasten ihrer Beschäftigten als Kavaliersdelikt. Einer repräsentativen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung zufolge, verstieß zwischen 2006 und 2009 jedes 7. Privatunternehmen gegen datenrechtliche Vorschriften. Zumeist sind einzelne Personen oder kleinere Gruppen betroffen, aber in 20% der Fälle ist die gesamte Belegschaft im Visier. Die Dunkelziffer dürfte höher

Putzen im Akkord

Genau 36 Sekunden haben die Reinigungskräfte in der Uni-Klinik Lund (USIL) Zeit, um eine Toilette zu säubern. Um Missstände wie diese zu beseitigen, trat Anfang November die dortige Betriebsgruppe der syndikalistischen SAC in den Arbeitskampf. Das Ziel ist eine 40-prozentige Abminderung der Arbeitsbelastung. Bereits seit fünf Jahren ist die Betriebsgruppe aktiv, um die Arbeitsbedingungen beim Subunternehmen

Euro-Krise: Austritte vorprogrammiert?

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Der Riesen-Krisen-Gipfel Anfang Mai hat nichts genützt. Der „Euro-Rettungsschirm“ von EU und IWF konnte bisher nicht verhindern, dass „der Finanzmarkt“ nach Griechenland weitere Euro-Staaten unter Druck setzt: entweder mehr Zinsen zahlen oder Ausgaben kürzen. Meist geschieht beides, wie zuletzt in Irland. Nun äußerte der Harvard-Ökonom Dani Rodrik in der FTD Überlegungen, dass betroffene Staaten aus der